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Holzarbeit - die häufigsten Fehler


Holzarbeit ist ein belohnendes Handwerk für die Seele. Allein schon das Wissen, dass man etwas aus eigenem Antrieb mit den eigenen Händen gefertigt hat, ist für mich ein schönes Gefühl und motiviert mich in meinem Handeln im Zander Holzstudio. Jedoch habe ich auch selbst schon einige Fehler gemacht, die ich gern mit euch teile, damit ihr es besser macht als ich. Hier findest du die häufigsten Fehler bei der Holzarbeit.




Fehler bei der Holzarbeit Zander Holzstudio Kyritz
Fehler bei der Holzarbeit können demotivieren, aber lass dich davon nicht abschrecken. (Bild mit K.I. erstellt)


Holzarbeit - die häufigsten Fehler



Das Holz ist zu feucht


Holzarbeit ist ein zeitaufwändiges Handwerk, jedoch nicht nur in der Fertigung, sondern auch in der Vorbereitung des Materials. Oft wird Holz nicht lange genug oder falsch gelagert, wodurch es keine Zeit hat langsam und stetig zu trocknen. Feuchtes Holz lässt sich trocknet nach und kann sich dabei verwerfen bzw. verformen und sogar noch reißen. Es wäre sehr bedauerlich, wenn ein fertiges Werkstück im Nachhinein einen Riss bekäme.


Weiterhin ist feuchtes Holz schwierig zu bearbeiten, da der Schleifprozess deutlich aufwändiger ist. Die Schleifscheiben und auch die Geräte können sich mit einer Mischung aus Schleifstaub und Wasser zusetzen. Dann verwendest du mehr Zeit damit, das Gerät zu säubern und verschwendest unnötig viele Schleifgurte oder Sandpapier.


  • Lagere daher dein Holz am besten mit Zwischenhölzern

  • Beschwere es zusätzlich dort, wo die Zwischenhölzer übereinander gestapelt sind

  • Streiche die Stirnseiten und kleine Risse mit Holzleim ein

  • Decke es dann noch mit einer Folie oben ab, um es vor Regen zu schützen

  • Sorge für ausreichend Belüftung zwischen den Brettern oder Bohlen, damit das Holz gleichmäßig trocknen kann

  • Mithilfe eines Feuchtigkeitsmessers kannst du den Trocknungsgrad überprüfen.


Im Zander Holzstudio verwende ich Holz mit einer Restfeuchte von ca. 5%



Wurmstichiges Holz verwendet


Holz ist nicht nur ein lohnenswerter Werkstoff, sondern auch anfällig für Schädlinge, wenn es nicht geschützt wird. Wenn das Holz lange liegt, können sich beispielsweise Holzwürmer entwickeln, die das Holz zerfressen. Oft kannst du das nicht beeinflussen, aber stetig kontrollieren und eventuell gegenwirken.


  • Kontrolliere das Holz nach Spuren von Holzwurmbefall

  • Überprüfe das Holz nach lockeren, modrigen bzw. morschen Stellen und entferne diese

  • Bearbeite Holz, das mit Lebensmitteln in Berührung kommt, niemals chemisch

  • Entferne wurmstichiges Holz, bevor du das Werkstück weiter bearbeitest

  • Falls möglich packe das befallene Kernholz in ein Gefrierfach für ein paar Tage



Der Holzleim noch nicht trocken


Ungeduld ist keine Tugend und das musste ich auch oft lernen. Manchmal ist mal so im Flow, dass man einfach weitermachen möchte. Und darin liegt der Fehler. Holzarbeit ist eine Geduldsprobe und auch verwendeter Holzleim braucht eine Zeit, um Holzstücke zu verbinden und auszuhärten. Wenn der Holzleim noch nicht trocken ist, kann es in der weiteren Bearbeitung zu Ablösungen und Bruch kommen.


Das ist nicht nur ärgerlich für die Arbeit, sondern kann auch zu Verletzungen führen. Stell dir vor, du schiebst ein unzureichend verleimtes Brett durch einen Dickenhobel. Im schlimmsten Fall, kann dir ein Holzstück um die Ohren fliegen und dich (und andere) verletzen. Gib daher dem Leim Zeit zu trocknen und zu härten.



Die Gussformen nicht abgedichtet


Bei der Handhabe von Epoxid-Harz greife ich auf selbstgebaute Gussformen aus Pressspan zurück, die ich immer wieder verwenden kann. Das bedeutet allerdings auch ein stetiges Auseinanderbauen und neues Zusammensetzen. Mit jedem neuen Zusammenbau muss die Gussform neu versiegelt werden mit Silikon.


Wenn die Form nicht korrekt abgedichtet ist, tropft das wertvolle Kunstharz aus den Nischen (und glaube mir: Harz findet seinen Weg). Damit schadest du nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch dem Fußboden und deinem Werkstück. Mache auch auf jeden Fall einen Vorguss bevor du die Form komplett mit Harz füllst.



Keinen Vorguss mit Epoxid-Harz gemacht


Bei meinem ersten Guss mit Epoxid-Harz war das ein entscheidender Fehler. Ich habe die Holzstücke in die abgedichtete Gussform reingepuzzelt und dann gleich mit dem fertigen Harz vollgegossen. Anfangs sah es gut aus aber am nächsten Morgen zahlte ich den Preis: die Holzstücke schwammen oben im Harz und aus der Gussform tropfte das Harz aus dem Boden.


Der Vorguss ist zwar zeitaufwändig, aber hilft im Nachhinein sehr gut. Gieße daher zunächst nur eine dünne Schicht von ca. 2 Millimetern in die Zwischenräume.


  • Durch den Vorguss kann das Holz schon einmal "festkleben" an der dünnen Harzschicht

  • Durch den Vorguss erkennst du, ob die Gussform optimal abgedichtet ist

  • Im schlimmsten Fall "verschenkst" du nur eine sehr geringe Menge von Kunstharz



Das Epoxid-Harz ist noch nicht komplett gehärtet


Wieder ist Geduld gefragt. Je nach Sorte und Anbieter kann der Härtungsprozess des Kunstharzes bis zu zwei Wochen dauern. Dies ist auch Abhängig von der Gusshöhe. Es kann auch passieren, dass du bei größerer Gusshöhe mehrere Lagen gießen musst, besonders wenn dein Epoxid-Harz nicht für große Höhen ausgelegt ist.


Wenn du das Harz zu früh aus der Form nimmst, kann es passieren, dass es sich noch verformt und das ganze Werkstück nicht mehr gerettet werden kann. Um dies zu vermeiden habe ich folgende Hinweise für dich.


  • Nutze hochwertiges Epoxid-Harz von einem guten Hersteller

  • Vermeide Billigharz, das du mühsam verarbeiten kannst

  • Nutze spezielles Gussharz und achte au die maximal ausgelegte Höhe pro Guss

  • Warte bis zu 14 Tage, ehe du nach dem Vollguss das Werkstück weiter bearbeitest



Epoxid-Harz nicht in der prallen Sonne verarbeiten


Es ist Sommer und der Tag lädt zum Arbeiten draußen ein. Da kommt man gern auf die Idee ein Holzstück mit Epoxid-Harz in der prallen Sonne zu verarbeiten. Und genau da liegt der Fehler. Epoxid-Harz, auch wenn es ausgehärtet ist, verträgt keine große Hitze. Beim Schleifen entwickelt sich bereits Hitze und in Kombination mit hohen Umgebungstemperaturen oder prallem Sonnenlicht kann es zu Verformungen kommen.


  • Bearbeite die Werkstücke nicht im prallen Sonnenlicht

  • Setze das Harz nicht Temperaturen von mehr als 25 °C aus

  • Mache hin und wieder eine Pause vom Schleifen, damit das Material abkühlen kann



Du schützt dich nicht bei der Arbeit


Holzarbeit macht Spaß, aber hat auch seine Tücken. Nicht ausreichende Arbeitssicherheit kann schlimme Folgen für die Gesundheit haben, sowohl schnell als auch erst nach einer gewissen Zeit. Sorge also dafür, dass du dich bei der Arbeit mit Holz schützt. Das gilt sowohl beim Sägen, als auch beim Schleifen oder der Handhabe mit Epoxid-Harz, da dieses im flüssigen Zustand giftig ist.


  • Trage beim Sägen mit der Kettensäge stehts Schutzkleidung (Hose, Visier, Hörschutz)

  • Trage beim Schleifen einen Hörschutz sowie Atemschutz, regelmäßig reinigen

  • Trage beim Schleifen eine Schutzbrille

  • Trage beim Verarbeiten von Epoxid-Harz eine Schutzbrille, Handschuhe und Atemschutz

  • Reinige deine Arbeitskleidung regelmäßig von Schleifstaub

  • Nutze eine Absaugvorrichtung um Staub und Späne einzufangen

  • Trage beim Schleifen Handschuhe

  • Trage einen Atemschutz und eine Schutzbrille beim Abklopfen der Kleidung

  • Kontrolliere regelmäßig deine technischen Geräte

  • Finger weg vom Telefon, wenn du gerade an einem Gerät stehst

  • Bei einer Blockade der Technik: zuerst Strom aus, dann kontrollieren



Du lässt Maschinen parallel laufen


Ein No Go in der Werkstatt ist das parallele Laufen von elektrischen Geräten. Zum Beispiel sollten eine Säge und ein Schleifer nie zeitgleich eingeschaltet sein. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass du in einem Moment der Unachtsamkeit in die Säge greifst und dir Verletzungen zufügst. Nicht nur du, auch andere können dadurch zu schaden kommen. Schalte daher immer nur das Gerät an, an dem du gerade arbeitest. Alles andere bleibt ausgeschaltet.



Du willst alles alleine machen


Bei einigen Projekten braucht man einfach Hilfe, denn man kann nicht alles alleine machen. Ich hatte mir beispielsweise vor einigen Jahren einen massiven Eichenstamm sichern können, aber hatte weder das passende Wissen noch das entsprechende Equipment. Daher habe ich den Dienstleister "Baum und Bohle" angefragt, ob er mir den Stamm in Bohlen sägen kann. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt


  • Hol dir externe Dienstleister, wenn du etwas nicht umsetzen kannst

  • Hol dir Hilfe zum Tragen, Halten und Anpacken

  • Frage andere Experten um Rat, wenn du etwas nicht verstehst oder du Fachhilfe brauchst

  • Sorge für einen Notfallkontakt, den du bei Verletzungen schnell kontaktieren kannst



Du gibst zu früh auf


Ganz wichtig: motiviert bleiben. Auch wenn du mal den einen oder anderen Misserfolg hast, so darf dich das nicht abhalten weiterzumachen. Immerhin möchtest du dich von kleinen Hindernissen nicht aufhalten lassen.


  • Wenn einen Tag mal gar nichts klappt, mache einen Tag Pause und starte morgen einen neuen Versuch

  • Sorge für ein positives Erlebnis zum Abschluss des Tages, sei es mit dem Aufräumen der Werkstatt

  • Wenn große Sachen nicht gelingen, motiviere dich mit kleinen Erfolgen

  • Denke drüber nach, warum etwas nicht gelungen ist, und lerne daraus für die Zukunft



Abonnieren und Shoppen


Wenn dir meine Beiträge gefallen, dann freue ich mich natürlich über dein Feedback und auch über ein Abonnement von deiner Seite. Bleib dran für weitere Infos in der Zukunft.


Interessierst du dich für ein Servier- oder Schneidebrett aus dem Zander Holzstudio? Dann schaue doch einfach mal kurz im Shop vorbei und wähle deinen Favoriten aus. Natürlich alles absolute Unikate.


Besten Gruß aus der staubigen Werkelbude, Marco

Kommentare


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ÜBER MICH

Wer steckt eigentlich hinter dem Zander Holzstudio? Wo kommt der Name her und werkelt im Hintergrund eigentlich hier rum? Gern gebe ich dir einen kleinen Blick hinter die Kulissen.

SCHAU IM SHOP VORBEI

Im neuen Holz-Kochbuch des Zander Holzstudios findest du schmackhafte Kreationen mit rustikalem Natur- und Waldbezug. Ob Wildgerichte, kreative Rezepte oder kleine Snack. Das Kochbuch wird immer erweitert.

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