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Zecken richtig entfernen

  • Autorenbild: Zander Holzstudio
    Zander Holzstudio
  • vor 1 Tag
  • 4 Min. Lesezeit

Normalerweise checkt man eher Hunde und Katzen sowie andere Haustiere regelmäßig nach Zecken ab und vergisst dann sogar sich selbst zu prüfen. Aber auch Menschen können von Zecken befallen werden, gerade wenn man viel draußen in der Natur unterwegs ist. Da diese kleinen Spinnentiere auch Krankheiten übertragen können, ist es umso wichtiger, sie schnell und richtig zu entfernen.




Eine Zecke auf einem Stück Rinde in einem Wald
Zecken haben im Wald ihren bevorzugten Lebensraum.


Wo besteht erhöhte Gefahr durch Zecken?


Zecken sind im Winter inaktiv, da sie im Boden die kalte Jahreszeit überdauern. Sobald das Tauwetter einsetzt werden sie aktiv und begeben sich auf die Suche nach potentiellen Wirten. Zwischen März und November sind Zecken vermehrt in Wäldern, hohem Gras und im Unterholz zu finden. Sie mögen feuchte und warme Umgebungen. Da sich Kleintiere vermehrt im hohen Gras bewegen, sind sie besonders anfällig für Zeckenbefall.



Wo stechen Zecken gern zu?


Zecken haften sich gern an weiche Hautpartien. Somit sind folgende Körperstellen besonders anfällig:


  • Kniekehlen

  • Leistenbereich

  • Bauchnabel

  • Achseln

  • Hinter den Ohren

  • Haaransatz

  • Nackenbereich

  • Unter der Brust

  • Kopfhaut



Warum sollte man Zecken entfernen?


Zecken sind nicht nur Blutsauger, sondern können auch Krankheiten übertragen. Somit ist es wichtig, sie schnellstmöglich zu entfernen, bevor ein langfristiger Schaden angerichtet werden kann. Sowohl Menschen als auch Tiere können von den Erregern betroffen sein, wobei die Chance einer Infektion ungleich groß ist. Jedoch mindert eine frühere Erkennung und Entfernung sowie folgende Untersuchung das Gesundheitsrisiko.



Welche Krankheiten können von Zecken übertragen werden?


Zecken können eine Vielzahl von infektiösen Erregern übertragen.



Babesiose - "Hundemalaria"


Auch wenn die Krankheit vermehrt im Mittelmehrraum auftritt, so ist sie im deutschen Raum auch zunehmend vertreten. Symptome wie Fieber, Müdigkeit und Muskelschmerzen sind die Folgen einer Infektion. Auch wenn die Babesiose eher bei Hunden und bei Rindern auftritt, so können auch in seltenen Fällen Menschen betroffen sein. Für Tiere kann eine Infektion tödlich sein.


Borreliose


Borreliose ist eine der am meisten übertragenden Krankheiten durch Zecken. In der Schweiz sind 5% bis 50% aller Zecken von Borrelien betroffen. Bei einem Befall greifen die Mikroben das Nervensystem, Gelenke und Organe an. Schwere körperliche Schäden können die Folge sein, allerdings kann eine früh entdeckte Borreliose durch Antibiotika gut behandelt werden.


Ehrlichiose


Bei der Ehrlichiose wird das Bakterium "Ehrlichien" von der Zecke auf den Wirt übertragen. Sowohl Tiere wie Hunde, Schafe, Ziegen und Rehe, als auch Menschen können mit den Bakterien infiziert werden. Auch wenn diese Krankheit meist symptomlos verläuft, so können Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen die Folge sein. Ebenso kann Übelkeit ein weiteres Symptom sein. Ehrlichiose ist zusätzlich gefährlich, da insbesondere ältere Personen oder Menschen mit Grunderkrankungen sehr anfällig sind.


FSME Virus


Eigentlich Frühsommer-Meningoenzephalitis genannt, handelt es sich hierbei um einen Virus, der das zentrale Nervensystem direkt angreift und schädigen kann. Symptome sind Beschwerden, die einer Grippe ähneln: Müdigkeit, Gelenkbeschwerden und Kopfschmerzen. Es gibt keine Behandlung gegen das FSME Virus und lediglich eine Linderung der Symptome kann angepeilt werden.


Rickettiose - Fleckfieber


Das Fleckfieber kann sowohl Mensch als auch Tier befallen und in unbehandeltem Zustand zum Tod führen. Jedoch kommt diese Krankheit eher in Südamerika, Asien und Afrika vor. Die Symptome sind grippeähnlich und ein Hautausschlag kann auftreten.


Tularämie


Eigentlich eine Tierkrankheit, aber kann an den Menschen übertragen werden. Es handelt sich um eine bakterielle Infektion, die zu Lichtempfindlichkeit und Atemnot führen kann. Diese Krankheit ist meldepflichtig.


Krim-Kongo-Fieber


Hierbei handelt es sich um eine schwere, virale Infektionskrankheit, die beim Menschen zu Darmblutungen, Bluterbrechen und inneren Blutungen führen kann, da die Blutgerinnung gehemmt wird. Auch, wenn dieser Erreger vermehrt in Südosteuropa, Asien und Afrika auffindbar ist, so kann er durch direkten Stich oder auch durch Kontakt mit infizierten Tieren übertragen werden.



Wie geht man beim Entfernen von Zecken vor?


Körper nach Zecken absuchen


Zunächst suchst du nach dem Aufenthalt in der Natur deinen Körper ab. An unerreichbaren Stellen sollte eine weitere Person helfen, sodass auch kein Ort übersehen werden kann.


  • Kleidung ausziehen, wechseln und ggf. bei 60 °C waschen

  • Kurz überduschen, um Zecken abzuwaschen, bevor sie sich festbeissen

  • Weiche Hautpartien prüfen (Knienkehlen, Leistenbereich, Po, Bauchnabel, Achseln, Brustbereich, Nacken, Kopfhaut, Haaransatz, hinter den Ohren)


Entfernen mit der Zeckenkarte oder Zeckenzange


Zum Entfernen von Zecken nutzt du am besten geeignetes Werkzeug. Zeckenkarten und Zeckenzangen eignen sich dafür sehr gut. Du fährst mit den gabelartigen Enden zwischen Haut und Leib der Zecke und ziehst sie somit vorsichtig heraus. Dadurch wird die Zecke nicht gequetscht und kann in einem Stück entfernt werden. Auch eine feine Pinzette kann genutzt werden, wobei hier die Gefahr besteht, mögliche Erreger aus der Zecke in den Körper zu pressen. Durch kleine Drehbewegungen kann das Entfernen erleichtert werden.


Wunde desinfizieren


Durch Alkohol oder Wasserstoffperoxid kann die Wunde gereinigt und gleichzeitig desinfiziert werden.


Stichstelle beobachten und Warnzeichen wahrnehmen


Beobachte die Stichwunde für mehrere Wochen auf Änderungen. Wenn die Einstichstelle sich farblich verändert oder einen roten Ring aufweist, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Es ist möglich, dass eine Infektion erfolgt ist und dies sollte abgeklärt werden.



Wie kann man sich vor Zecken schützen?


Abgesehen von regelmäßiger Kontrolle nach jedem Spaziergang oder Aufenthalt in der Natur ist ein zusätzlicher Schutz möglich.


  • Geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen

  • Socken über die Hosenbeine gezogen

  • Geschlossenes, festes Schuhwerk oder Gummistiefel

  • Effektive Insektenabweisungsmittel mit den Wirkstoffen DEET und Incaridin

  • Kopfbedeckung im Wald tragen

  • Eine FSME Impfung, auch wenn man nicht im Risikogebiet lebt



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Besten Gruß aus der staubigen Werkelbude, Marco




Quellen:


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