ÜBER DAS REZEPT
Schweinebauch ist ein rustikales Gericht, das geräuchert auch sehr schmackhaft ist. Perfekt für einen Grillabend mit den Liebsten. Egal, ob vom Hausschwein, oder Wildschwein - beide Varianten sind definitiv einen Versuch wert.

Bild: (c) Zander Holzstudio - Marco Wichert
WAS DU BRAUCHST:
Für das Schwein
1,5 kg Schweinebauch, ohne Knochen
2 EL Honig
3 EL Paprikapulver rosenscharf
3 EL Paprikapulver edelsüß
2 EL Zwiebelpulver
3 EL Knoblauchpulver
2 TL Salz
1 Prise gemahlener Pfeffer, schwarz
Für den Jus
Aufgefangener Smokersaft
2 EL Worcestersauce
1 TL Tomatenmark
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
Zusätzlich
Räucherspäne (am besten Buche oder Eiche)
Massig an Kohlebriketts (ich bevorzuge ehrlich gesagt Weber)
Einen Smoker
Alufolie
Eine Aluschale oder Grillschale für die Räucherspäne
Optional ein Bratenthermometer mit Kabel
Übrigens
Besonders attraktiv lässt sich das Pulled Pork auf einem schönen, rustikalen Brett anrichten. Wenn du ein passendes Brett brauchst, dann schau doch gern mal im Online Shop des Zander Holzstudios vorbei. Dort gibt es schöne Exemplare, die dir sicher gefallen werden.
ZUBEREITUNG:
Schritt 1
Nimm den Schweinebrauch und spüle ihn einmal mit Wasser ab. Tupfe ihn trocken und schneide die Haut diagonal ein. Nutze dafür am besten den Rost deines Backofens für gerade Linien. Das Messer sollte sehr sehr scharf sein, denn die Haut ist schon recht zäh. Prüfe, ob noch Knocken oder Knorpel im Schweinebauch sind und entferne diese dann vorsichtig.
Schritt 2
Mixe die Gewürze zu einer dickflüssigen Marinade zusammen und würze nach Bedarf noch zusätzlich mit Salz und Pfeffer. Die Marinade kann auch ruhig etwas überwürzt sein, denn es zieht ja auch in das Fleisch ein. Reibe das Fleisch mit der Marinade ein und massiere diese schön in das Fleisch mit den Händen. Auch in die Schnittstellen in der Haut sollte genügend Marinade eindringen. Das kannst du in einer Auflaufform ganz gut machen.
Dann kannst du entweder das Fleisch herausnehmen und in Frischhaltefolie mehrschichtig verpacken, oder du wickelst die gesamte Auflaufform mitsamt Fleisch in die Folie. Das lässt du dann für 2 Tage im Kühlschrank schön marinieren.
Schritt 3
Bereite den Smoker vor. Je nachdem, was du für einen Smoker hast ist es nun unterschiedlich. Mein Smoker hat eine Grillkammer und eine separate Brennkammer. Beide Kammern lege ich mit mehrmals gefaltete Alufolie aus. Da wo das Loch zum Abtropfen des Bratensafts ist, habe ich in der Folie ebenfalls ein Loch gebohrt. Unter diesem Loch ist eine Schüssel platziert, damit der Saft aufgefangen werden kann. Wenn du einen Grillkamin hast, feure diesen an, um die Kohle schon einmal anzuzünden und zum Glühen zu bringen. Damit umgehst du unnötigen Kohlequalm im Smoker selbst. Auf dem Grillrost, wo das Fleisch platziert wird, packst du ebenfalls eine Lage Alufolie.
Schritt 4
Dann nimmst du die Räucherspäne und bereitest sie entsprechend der Anleitung vor. Manchmal muss man sie vorher etwas wässern. Die Späne tust du dann in Päckchen aus Alufolie oder eine spezielle Aluschale. Dann stichst du mit einem Messer oder einer Gabel kleine Löcher hinein. Wichtig ist, dass die Späne dicht zusammengedrückt sind, damit sie schwelen und rauchen, statt im Smoker zu brennen.
Schritt 5
Sobald die Kohle im Smoker ist und er vorgeheizt ist, holst du das Fleisch aus dem Kühlschrank und entpackst es. Dann tust du das Fleisch in den Smoker. Dieser sollte nun fortwährend eine Temperatur von ca. 120 °c haben. Wenn du ein Bratenthermometer hast, sorge dafür, dass die Kerntemperatur des Fleisches mindestens 70°c erreicht hat. Das muss auch nicht kontinuierlich sein, aber zumindest einmal, damit das Fleisch halt gar ist.
Schritt 6
Das Smoken ist ein zeitaufwendiger Prozess. Du wirst sicherlich alle 4 bis 5 Stunden die Kohle erneuern müssen, je nach Temperatur. Diese solltest du allerdings separat schon zur Glut gebracht haben, denn sonst gelangen Qualm und Giftstoffe auf das Essen. Auch die Räucherspäne musst du regelmäßig erneuern, damit das Fleisch fortwährend im Rauch baden kann.
Nach 18 Stunden im Smoker entnimmst du vorsichtig das Fleisch und kannst es bei Bedarf noch im Ofen bei 70 Grad nachgaren, sollte der Zeitpunkt des Servierens noch nicht erreicht sein.
Reibe die Haut noch einmal mit Butter ein und drehe dann den Ofen auf Oberhitze von 200 Grad damit die Haut noch knusprig werden kann. Denn durch das Smoken kann sie etwas zäh sein. Dieser Schritt ist jedoch optional, je nach Bedarf und Wunsch.
Schritt 7
Während das Fleisch im Ofen gart, kümmerst du dich um den Bratensaft. Nimm die Schüssel und gieße die rauchige Sauce in einen kleinen Topf. Füge die anderen Zutaten hinzu und koche die Sauce kurz auf. Schmecke die Sauce ab und stelle sie beiseite. Zum Zeitpunkt des Servierens nimmst du das Fleisch aus dem Ofen und schneidest es in Scheiben. Dann gießt du die Sauce über die Scheiben und servierst mit einem Lächeln.







