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Sägearbeiten mit "Baum und Bohle"


Wer dem Zander Holzstudio schon eine Weile folgt oder es beobachtet, weiß ja von dem großen, schweren, massiven Eichenstamm, der lange Zeit den Zaun des Grundstücks blockierte. Endlich war es soweit und ich konnte einen Experten für Sägearbeiten kontaktieren. Es war ein absolut genialer Tag und ich bin so froh, endlich wieder schönes Arbeitsmaterial für weitere, kreative Produkte zu haben.



Frisch gesägte Eichenbohlen mit hervorragender Maserung. Da werden schöne Produkte draus gefertigt.
Frisch gesägte Eichenbohlen mit hervorragender Maserung. Da werden schöne Produkte draus gefertigt.
 

Ein glücklicher Zufall


Schon lange habe ich überlegt, wie ich nun meinen wertvollen Eichenstamm verarbeiten kann. Einfach Brennholz daraus machen? Nein, denn dazu wäre es viel zu schade. Daher war ich auf der Suche nach einem Experten für Sägearbeiten und durch Zufall hat Mutti eine Anzeige in der Märkischen Allgemeinen Zeitung entdeckt und mir weitergeleitet.


Darauf hin wurde das Telefon gegriffen und gleich angeboten. Sebastian ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse und absolut unkompliziert. Nach dem Austausch von Details haben wir uns schnell auf einen Termin einigen können und dann stand dem Aufsägen des Stamms nichts mehr im Wege.


 

Mittwoch ganz früh gings los


Pünktlich auf die Minute um 7:30 ist Sebastian dann mit seinem Sägewerk vorgefahren. Ich war schon etwas aufgeregt, denn ich wusste nicht, ob es klappen würde mit dem Vorhaben. Immerhin war der Stamm schon etwas älter und sicherlich schon recht trocken und hart. Dazu kam noch, dass das Holz etwas versetzt lag und wie würde man den Stamm von gut 2 Tonnen Gewicht bewegen können?


Das Sägewerk war schnell vorbereitet und in Position gebracht. Das Wetter war echt wie bestellt: Sonne, blauer Himmel, etwas leichter Frost - aber immerhin viel besser als Regen, Graupel oder grauem Himmel. Nun ging es darum, den Stamm in Bewegung zu setzen... Puh... komplizierter als erwartet.


 

Stammrollen mit Schweiß und rotem Kopf


Auch wenn schon fast alles bereit war, so war noch wirkliche Muskelkraft gefragt. Der Stamm befand sich etwas versetzt und in leicht frostiger Erde "vergraben". So mussten wir den Stamm mit eigener Kraft bewegen. Einen Spanngurt hatte ich leider nicht zur Hand, da ich ja noch nie einen gebraucht habe. Da der Stamm aber auch seine stolze 2 Tonnen Gewicht auf die Waage brachte, konnten wir zu zweit nichts ausrichten. Selbst mit vier Leuten wäre dies nicht möglich gewesen.


Somit musste meine Kettensäge "Babette" ran und der Stamm wurde halbiert. Selbst dann war es ein echter Kraftakt, den Stamm zu bewegen und mein Kopf lief rot an, wie eine Tomate. Ich hatte auch nicht bedacht, dass ich den Stamm auf Holzbalken hätte lagern sollen, damit man ihn schneller hätte bewegen können. Auch mit Wendehaken, die an der Borke nur spärlich hielten, war ein Rollen nicht gleich möglich.


Als Vaddy dann noch zur Hilfe kam, setzte sich der Stamm in Bewegung und wir konnten ihn auf die hydraulische Hebevorrichtung rollen. Dann ging alles recht schnell. Die Hydraulik setzte sich in Bewegung und Sebastian hat mit geschultem Auge erste Kanten zurechtgesägt, damit optimale Bohlen ermöglicht wurde. Ich war absolut begeistert und fasziniert.


Der erste Eichenstamm wurde in Form gesägt
Der erste Eichenstamm wurde in Form gesägt
 

Wie ein heißer Draht durch Butter


Kurze Zeit später konnten die ersten Bohlen gesägt werden. Die harte, massive Eiche hatte absolut keine Chance gegen das solide Sägeblatt des Sägewerks. Wie ein heißer Draht durch Butter wurde Stamm Stück für Stück, Ebene für Ebene in 30 mm dicke Bohlen gesägt. Da lief die Arbeit wie am Schnürchen - Bohle sägen, abnehmen, auf Stützhölzer packen und wieder von vorn. Mithilfe von Vaddy ging es recht schnell und einfach.


Im Nachhinein, war es die richtige Entscheidung, den Stamm zu halbieren, denn sonst hätten wir die Bretter auch gar nicht wegtragen können. Somit Habe ich jetzt wunderbare Bohlen, die gleichmäßig gesägt sind und die mir auch aufgrund er unterschiedlichen Größen mehr Flexibilität geben.


Nachdem die Eiche erfolgreich zersägt wurde, habe ich noch Meterenden von Kirschholz im Augenwinkel gesehen. Sebastian hat sich sehr flexibel und ideenreich gezeigt und konnte auch diesen erfolgreich in kleine Bohlen zersägen. Da war ich besonders happy, denn ich hätte nicht gewusst wie ich sonst so tolle Ergebnisse erzielt hätte. Wenn man sich die Maserung anschaut, dann bekommt man ja schon Ideen, welche schönen Servierbretter man daraus machen könnte. Zum verfeuern wäre es viel zu schade gewesen.


Ach das konstrastreiche Kirschholz wurde zersägt
Ach das konstrastreiche Kirschholz wurde zersägt
 

Sortieren und Stapeln


Nachdem Sebastian dann nach erfolgreicher Arbeit nach Hause fuhr, ging der zweite Teil der Arbeit los - das ordentliche Stapeln. Mit Vaddy's Hilfe war auch das kein großes Problem. Er hatte mir im Vorfeld und auch am selben Tag perfekte Stapelhölzer zurechtgesägt, damit die Bohlen fachmännisch gestapelt werden konnten.


Bohle für Bohle wanderte via Muskelkraft aufeinander. Durch die Stapelhölzer können die Bohlen nun in Ruhe trocknen und verwerfen (biegen, formen) sich nicht. Gerade wenn feuchtes Holz trocknet, kann es ja zu Rissen und Verformungen kommen. Das ist besonders ärgerlich aber ich denke und hoffe, dass dies bei der guten Stapelung nicht passieren wird.


Auch die Reste werden nicht einfach weggeworfen, denn da werde ich ganz genau sortieren. Immerhin kann man auch aus kleinen Resten noch etwas Schönes fertigen. Gleichzeitig, waren auch noch schöne bündige, unförmige "Bohlen" mit dabei, die aus dem Zurechtsägen des Stammes entstanden waren. Für ein schönes Servierbrett reicht es allemal.


Fertige Eichenbohlen, die nur noch aufs Stapeln warten
Fertige Eichenbohlen, die nur noch aufs Stapeln warten

Nach dem arbeitsreichen Tag war ich absolut fertig. Den ganzen Tag an der frischen Luft und die ausgiebige, körperliche Betätigung haben wirklich geschlaucht. Aber es war einer der schönsten Tage seit langem, denn das Resultat kann sich sehen lassen. Muskelkater ist absolut vorprogrammiert, jedoch ertrage ich den mit einem breiten Grinsen im Gesicht.


 

Fazit


Ich bin absolut zufrieden, nein BEGEISTERT, von dem gemeinsamen Vorhaben. Die Bohlen, die ich durch das Sägen erhalten habe, sind absolut perfekt und ich bin total froh, dass wir es geschafft haben. Auch dass noch das Kirschholz spontan und unkompliziert aufgesägt wurde, ist einfach super.


Ich würde Sebastian von "Baum und Bohle" immer weiterempfehlen, denn es hat nicht nur Spaß gemacht, sondern er ist auch sehr professionell und geht auf Kundenwünsche optimal ein. Wenn ich mal wieder einen Holzstamm haben werde, dann weiß ich ganz genau an wen ich mich wenden kann und werde. Natürlich werde ich dann etwas besser vorbereitet sein und die Stammware auf Holzbalken lagern, damit sie besser bewegbar sind. Das habe ich jedenfalls gelernt.


Wenn du auch Stammware sägen lassen möchtest oder sonstige Fragen zu Holzarbeiten hast, dann schau gern auf der Website von "Baum und Bohle" vorbei. Ich bin sicher, dass du nicht enttäuscht sein wirst.



 

Wenn dir meine Beiträge gefallen, dann freue ich mich natürlich über dein Feedback und auch über ein Abonnement von deiner Seite. Bleib dran für weitere Infos in der Zukunft.


Interessierst du dich für ein Servier- oder Schneidebrett aus dem Zander Holzstudio? Dann schaue doch einfach mal kurz im Shop vorbei und wähle deinen Favoriten aus. Natürlich alles absolute Unikate.


Besten Gruß aus der staubigen Werkelbude, Marco

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